P70 Ostrock

Nützt ja nischt!

Administratore: Torsten

Aufgabenbereich: 5 Basssaiten, Bassspiel ohne Orientierungshilfe (Fretless-Bass)
Hobbys: arbeiten
Zaubereigenschaft: beweist, dass sogar Bassisten Musiker seien können
Möglicher Kündigungsgrund: besitzt gegen die allgemeingültige Regel keinen eigenen Bandbus
Unterwäschefarbe: trägt keine
Ist für die Abschaffung von: Einschweissfolien von CD-Hüllen
Klugscheißerdevise: Ein kleines Bier für mich – aber ein großes Bier für die Menschheit

Obwohl erst relativ spät mit dem Bassspielen begonnen, verzaubert er heute nicht nur uns, sondern auch seine Artgenossen. Er zupfte und zupft die Saiten bei Bands wie „Studioteam Leipzig“, „Brigitte Stefan & Meridian“ oder „Kactus„. Das brachte dem coolen Bassisten mit der markanten Brille (nur Mario kennt den wahren Preis!) und dem spitzbübischen Lächeln einen Eintrag ins „Rocklexikon der DDR“.
Seine erste Berührung mit dem harten Alltag eines um Selbstbehauptung kämpfenden Berufsmusikers fand im Sommer 1968 statt. Vor Selbstbewusstsein strotzend erdreistet sich der 5-jährige seine Mutter vom Röhrenradio Marke „Stassfurt“ wegzustossen, weil sie beabsichtigte, den Sender zu verstellen. Dummerweise lief gerade Hey Jude von den Beatles, das damalige Lieblingslied des Stepke. Maximal guggen, aber nicht anfassen wäre in Ordnung gewesen. Nun ja, Mama sah es mit Humor und schickte das freche Gör statt zum Musikunterricht ins Freibad und auf den Fussballplatz. Dieser Umstand sollte sich später fürchterlich mit einem stark erhöhten Übungsaufwand rächen – Überholen ohne Einzuholen war angesagt.
Mit dem Erreichen der Volljährigkeit entfernte er sich aus dem heimischen Hoheitsgebiet um das in die Tat umzusetzen, was er sich damals am Radio geschworen hatte: DAS will ich auch. Gut, ein Beatle ist er nicht geworden, was aber sicher nur daran lag, daß die Jungs aus Liverpool mittlerweile aufgegeben hatten.
Dafür gelang ihm ein anderer sensationeller Coup – er bestand die Aufnahmeprüfung an der renommierten „Johann Sebastian Bach“ in Leipzig, um am Ende an den begehrten Berufsausweis Namens „Pappe“ zu gelangen und somit als professioneller Musiker arbeiten zu dürfen. Kaum erwähnenswert und belanglos hingegen der Abschluß mit „Ausgezeichnet“, fiel dieser doch in die Wendezeit und war von nun an wertlos. Ab jetzt konnte jeder, was dann auch folgerichtig in letzte Plätze für Deutschland beim Grand Prix d‘ Eurovision de la Chanson endete…